
BEISPIELBEITRAG
Projekt: AM EICHWALD – Bad Soden am Taunus
Wettbewerbsentwurf für ein nachhaltiges Wohnquartier im sensiblen Landschaftsraum
Das Projekt „Am Eichwald“ entwickelt ein differenziertes Wohnensemble am Übergang zwischen gewachsener Wohnstruktur und bewaldetem Landschaftsraum. Ziel des Entwurfs ist es, ein identitätsstiftendes Quartier zu schaffen, das urbane Wohnqualität mit naturnaher Umgebung verbindet und zugleich auf die besonderen Anforderungen des Standorts reagiert.
Städtebauliches Konzept
Die Bebauung folgt einer klar gegliederten Struktur aus mehreren Baukörpern, die sich sensibel in das bestehende Umfeld einfügen.
Maßstäbliche Staffelung der Gebäude (III–IV Geschosse)
Auflockerung durch versetzte Baukörper
Bildung eines ruhigen, gemeinschaftlichen Innenbereichs
Orientierung der Wohnungen zu Grünräumen und Freiflächen
Die Struktur ermöglicht sowohl Privatheit als auch nachbarschaftliche Begegnung. (vgl. städtebauliche Setzung und Volumenstudien, Seite 27 & 47
Freiraum & Landschaft
Ein zentraler Entwurfsansatz ist der respektvolle Umgang mit dem vorhandenen Baumbestand:
Erhalt prägender Bestandsbäume
Ausbildung eines gestuften Waldrandes
Großzügige Grünflächen (mind. 40 % der Grundstücksfläche)
Durchlässige Wegebeziehungen zum Landschaftsraum
Die Freiräume wirken als verbindendes Element zwischen Architektur und Natur. (vgl. Freiraumvorgaben, Seite 7–8)
Architektur & Materialität
Die Architektur zeichnet sich durch eine klare, moderne Formensprache aus, die den Wohncharakter bewusst ablesbar macht:
Vorfertigte Fassadenelemente aus Beton oder Faserzement
Optionale Holzverschalungen zur warmen Materialwirkung
Balkone und Loggien mit hoher Aufenthaltsqualität
Großzügige, gut belichtete Wohnräume
Die Kombination aus Vorfertigung und hochwertigen Materialien ermöglicht eine effiziente Bauweise bei gleichzeitig hoher gestalterischer Qualität. (vgl. Materialkonzept, Seite 17–23)
Nachhaltigkeit & Energie
Das Quartier ist konsequent auf nachhaltiges Bauen ausgerichtet:
Blockheizkraftwerk (BHKW)
Photovoltaikanlagen auf Dächern und Carports
Begrünte Dächer und nutzbare Dachflächen
Regenwassermanagement und Versickerung
Elektroladeinfrastruktur für Mobilität
Damit entsteht ein zukunftsfähiges Energiekonzept mit reduziertem Ressourcenverbrauch. (vgl. Energiekonzept, Seite 14)
Erschließung & Mobilität
Die Erschließung ist funktional und zugleich zurückhaltend organisiert:
Tiefgaragen mit direkter Anbindung an die Wohnhäuser
Reduzierung oberirdischer Stellplätze
Fahrradabstellräume mit guter Zugänglichkeit
Klare Trennung von Verkehrs- und Aufenthaltsflächen
Dies schafft ein ruhiges, sicheres Wohnumfeld mit hoher Aufenthaltsqualität. (vgl. Erschließungskonzept, Seite 2 & 28)
Wohnkonzept
Das Projekt bietet ein vielfältiges Wohnungsangebot:
Ca. 86 Wohneinheiten
2- bis 4-Zimmer-Wohnungen
Ergänzend geförderter Wohnungsbau
Flexible Grundrissgestaltung (Zusammenlegung möglich)
Alle Wohnungen verfügen über private Außenräume wie Balkone, Loggien oder Terrassen und sind auf eine hohe Wohnqualität ausgerichtet. (vgl. Wohnungsprogramm, Seite 2 & 5)
Projektdaten
Standort: Bad Soden am Taunus
Nutzung: Wohnquartier (frei finanziert & gefördert)
Umfang: ca. 86 Wohneinheiten
Verfahren: Wettbewerbsentwurf
Architekt: Architekturbüro Fawier
Leitidee
Ein nachhaltiges Wohnquartier im Dialog mit dem Landschaftsraum – geprägt durch klare Architektur, durchgrünte Freiräume und eine zukunftsfähige Bauweise.
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